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Einbürgerungen

Einbürgerungen in der Steiermark seit 1946

Im Jahr 2017 wurde an 823 Personen in der Steiermark die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen (2016: 814; +1,1%). Rund ein Drittel der im Jahr 2017 Eingebürgerten (292 bzw. 35,5%) kam in Österreich zur Welt. Seit 2012 ist ein Anstieg der Einbürgerungszahlen festzustellen, der sich 2017 weiter leicht fortsetzte, aber noch immer auf sehr niedrigem Niveau. Für den Rückgang seit dem "Rekordjahr" 2005 (3.815 Einbürgerungen) sind im Wesentlichen zwei Aspekte verantwortlich: Zum einen knüpft die am 23. März 2006 sowie am 1. Jänner 2010 und in weiterer Folge am 1. August 2013 in Kraft getretene Novelle zum Staatsbürgerschaftsgesetz strengere Voraussetzungen an den Erwerb der österreichischen Staatsbürgerschaft. Zum anderen ging in den letzten Jahren - parallel zum Rückgang der Zuwanderung ab dem Jahr 1993 - die Zahl der Einbürgerungen nach mindestens zehnjährigem, ununterbrochenem Hauptwohnsitz in Österreich (§ 10 Abs. 1 StbG) deutlich zurück. Im Jahr 2005 wurden noch 1.392 Personen nach diesem Rechtsgrund österreichische Staatsbürger, im Jahr 2017 sank diese Zahl auf 124 Personen (15,1% aller Einbürgerungen).

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Unter den insgesamt 65 Herkunftsländern war 2017 laut Statistik Austria in der Steiermark Bosnien und Herzegowina mit 160 bzw. 19,4% der Eingebürgerten absoluter Spitzenreiter. An zweiter Stelle dieses Rankings steht der Kosovo mit 115 bzw. 14,0% der Eingebürgerten. Die Zahl der Einbürgerungen von Personen aus Bosnien und Herzegowina verringerte sich gegenüber 2016 um 10,1% und beim Kosovo erhöhte sich die Zahl um 101,8%. Aus Nigeria kamen 66 (8,0%; Veränderung zum Vorjahr: +1,5%), aus der Türkei 50 (6,1%; Veränderung zum Vorjahr: +61,3%), aus Rumänien 37 (4,5%; Veränderung zum Vorjahr: -2,6%), aus Afghanistan 33 (4,0%; Veränderung zum Vorjahr: -23,3%), aus Ungarn 25 (3,0%; Veränderung zum Vorjahr: +38,9%) sowie 24 Neo-Österreicher und Neo-Österreicherinnen aus Russland (2,9%; Veränderung zum Vorjahr: -20,0%) und Deutschland (2,9%; Veränderung zum Vorjahr: +9,1%). Insgesamt an 311 Bürger und Bürgerinnen aus dem ehemaligen Jugoslawien (ohne Slowenien und Kroatien), 37,8% aller Einbürgerungen in der Steiermark, wurde die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen. Die Zahl der Bürger und Bürgerinnen der Europäischen Union, die im Jahr 2017 die österreichische Staatsbürgerschaft erhalten haben, lag bei 134, das entspricht 16,3% aller Einbürgerungen.
Gliedert man die eingebürgerten Personen nach dem Alter, so zeigt sich, dass 443 oder 53,8% der Neo-Österreicher und Neo-Österreicherinnen des Jahres 2017 in der Steiermark unter 30 Jahre alt waren, wobei mehr als die Hälfte davon (245 oder 29,8% aller Eingebürgerten) unter 15 Jahre alt waren. Weiters hatten 297 Personen oder 36,1% ein Alter zwischen 30 und 44 Jahren, 68 oder 8,3% ein Alter zwischen 45 und 59 Jahren, und nur 15 oder 1,8% hatten das 60. Lebensjahr überschritten. Insgesamt waren 390 oder 47,4% der Eingebürgerten in der Steiermark Männer und 433 oder 52,6% Frauen.

 

Einbürgerungen in den steirischen Bezirken seit 1981

Eine Aufschlüsselung der Einbürgerungen ab 1981 auf der Bezirksebene zeigt erwartungsgemäß eine klare Dominanz der Einbürgerungen in den ausländerstarken Bezirken, wie in der unteren Tabelle ersichtlich ist. So haben 2017 wieder mehr als zwei Drittel der Eingebürgerten ihren Wohnsitz im Großraum Graz (Graz: 514; Graz-Umgebung: 83), über 30 Einbürgerungen gab es in Bruck-Mürzzuschlag und Leoben, zumindest je 20 Einbürgerungen gab es noch in den Bezirken Liezen, Weiz und Murtal. Am wenigsten Einbürgerungen (weniger als 10) gab es 2016 in Murau mit nur 3 Einbürgerungen und Voitsberg mit 6 Einbürgerungen. Auch in den ländlichen Bezirken Deutschlandsberg, Leibnitz, Hartberg-Fürstenfeld und Südoststeiermark gab es jeweils nur zwischen 10 und 20 Einbürgerungen.

Externe Verknüpfung Einbürgerungen in den steirischen Bezirken seit 1981

 
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