Navigation und Service

[Alt + 0] - Zur Startseite[Alt + 1] - Zur Suche[Alt + 2] - Zur Hauptnavigation[Alt + 3] - Zur Subnavigation[Alt + 4] - Zum Inhalt[Alt + 5] - Kontakt
Sie sind hier: 

Geburten

Die Entwicklung der Geburtenzahlen in den steirischen Bezirken

Lebendgeborene insgesamt

Steiermark: Lebendgeburten 1981 - 2016 © Landesstatistik Steiermark
Steiermark: Lebendgeburten 1981 - 2016Steiermark: Lebendgeburten 1981 - 2016
© Landesstatistik Steiermark
 

Die Zahl der Externe Verknüpfung Geburten stieg im Jahr 2016 leicht um 0,6% oder in absoluten Zahlen um 71 Kinder gegenüber 2015 und befindet sich mit nunmehr 11.214 auf dem höchsten Stand seit 1997.

2016 verzeichneten 5 der 13 steirischen Bezirke gegenüber 2015 ein Minus bei der Zahl der Lebendgeborenen, wobei Murau den größten Rückgang (-6,7%) hatte, gefolgt von Voitsberg mit -6,6%. Ein Jahr davor hatte Murau das drittgrößte Plus mit 18,1%, was deutlich macht, dass es jährlich zu größeren Zufallsschwankungen kommen kann. Am besten schnitten 2016 im Vergleich zu 2015 Graz-Umgebung mit +4,9%, Liezen mit +2,8%, Hartberg-Fürstenfeld mit +2,7% und Weiz mit +2,6% ab. In der Landeshauptstadt Graz gab es diesmal ein leichtes Minus von 0,3%.

Österreichweit kamen im Jahr 2016 87.675 Babys zur Welt. Das waren um 3.294 (+3,9%) mehr als im Jahr 2015. Alle neun Bundesländer konnten eine Zunahme bei den Geburten verzeichnen. Die höchsten prozentuellen Zunahmen hatten Vorarlberg mit +5,8%, Niederösterreich mit +5,7% und Oberösterreich mit +5,6%.

 

Geburtenrate

Die Externe Verknüpfung Geburtenziffer (= Lebendgeborene je 1.000 Einwohner) beträgt in der Steiermark 2016 9,1, damit befindet sie sich auf dem gleichen Wert wie im Vorjahr.

Landesweit kommen 2016 im Bezirk Voitsberg mit 7,1 sowie in den im obersteirischen Industriebezirken Leoben mit 7,6 und Bruck-Mürzzugschlag mit 7,8 am wenigsten Kinder je 1.000 Einwohner zur Welt, wogegen in den Bezirken Graz-Stadt mit 10,7, Weiz mit 9,8 und Graz-Umgebung mit 9,3 auf 1.000 Einwohner am meisten Geburten registriert werden.

Die Steiermark liegt weiterhin deutlich unter dem Österreichschnitt von 10,0 Lebendgeborenen je 1.000 Einwohner. Die höchsten Geburtenraten verzeichneten Wien und Vorarlberg mit je 11,2, Oberösterreich mit 10,6, Salzburg mit 10,3 und Tirol mit 10,2. Unter dem Österreichschnitt befinden sich neben der Steiermark noch Niederösterreich mit 9,3, Kärnten mit 8,7 und das Burgenland mit 7,9.

 

Unehelich Lebendgeborene

Steiermarkweit ist im Jahr 2016 ein Anstieg bei den ehelich Lebendgeborenen  (+2,8% bzw. +160) zu beobachten, bei den Externe Verknüpfung unehelich Lebendgeborenen wurde mit (-1,6% bzw. -89) ein leichter Rückgang festgestellt.

Der Anstieg der ehelich Lebendgeborenen hat die Externe Verknüpfung Unehelichenquote (= Anteil der unehelich Lebendgeborenen an den Lebendgeborenen insgesamt) auf 48,5% reduziert. Sie liegt nun unter dem Rekordniveau des Jahres 2014 (50,6%) und unter dem Niveau des Vorjahres (49,6%). Dennoch ist weiterhin nahezu jede zweite Geburt in der Steiermark unehelich.

Mit dieser Quote liegt die Steiermark in der Bundesländerreihung nach wie vor hinter Kärnten (52,3%) an zweiter Stelle mit deutlichem Abstand zu Tirol (46,2%), Burgenland (44,5%), Salzburg (44,1%) und Oberösterreich (43,4%). Die geringste Unehelichenquote wies wie schon seit 2006 Wien mit einem Anteil von nur 34,8% auf. Unter dem Österreichschnitt (42,1%) liegen zusätzlich Niederösterreich (41,0%) und Vorarlberg (38,5%).

Regional gesehen lag im Jahr 2016 in 9 der 13 steirischen Bezirke die Unehelichenquote über 50%, wobei die höchsten Werte in den Bezirken Murau (61,6%,  Platz 2 bundesweit!), Murtal (56,6%), Leibnitz (56,1%), Südoststeiermark (56,0%) und Hartberg-Fürstenfeld (54,7%) zu finden waren. Mit Abstand am geringsten war der Anteil der unehelich geborenen Kinder wieder in Graz-Stadt mit 39,2%, das aufgrund der hohen Zahl an Ausländergeburten als einziger steirischer Bezirk unter dem Bundeswert liegt.

Steiermarkweit stammten 2016 drei von fünf (59,1%) Erstgeborenen von Eltern ohne Trauschein. Bei den Zweitgeborenen sind es 42,8%, bei den Drittgeborenen 28,9%, bei den Viertgeborenen 29,1% und bei den Fünft- und Mehrgeborenen 22,3%.

In den meisten Bezirken bis auf Graz-Stadt (46,9%) wurden ganz grob zwei von drei Erstgeborenen unehelich geboren, wobei hier 2016 der Bezirk Murau mit 75,9% ebenfalls an der Spitze liegt.

Auffallend ist, dass die Unehelichenrate in der nicht-österreichischen Wohnbevölkerung (23,7%; bezogen auf die Staatsangehörigkeit der Mutter) bei den Lebendgeborenen deutlich geringer ist als bei den Österreicherinnen mit 55,7%.

 

 

Lebendgeborene Nicht-Österreicher

Absolut gesehen hat die Zahl der lebendgeborenen Kinder mit Externe Verknüpfung nicht-österreichischer Staatsangehörigkeit einen neuen Rekordwert erreicht. Mit 1.976 Ausländergeburten (= ausländische Staatsangehörigkeit des Kindes, also genau dann, wenn weder Mutter noch ehelicher Vater Österreicher sind) stiegen diese im Vergleich zum Vorjahr um 215 bzw. um +12,2%.

Der Externe Verknüpfung Anteil der nichtösterreichischen Lebendgeborenen an den gesamten Lebendgeborenen stieg von 15,8% (2015) auf 17,6% und hat damit ebenfalls einen neuen historischen Höchststand erreicht. Der Anteil liegt damit auch deutlich über dem Bevölkerungsanteil der ausländischen Wohnbevölkerung von 10,2% (1.1.2017).

Die Zahl der Geburten von ausländischen Müttern betrug 2016 genau 2.532 (2015: 2.328), das sind 22,6% aller Geburten und ein Anstieg um 8,8%, wobei ein Kind genau dann die österreichische Staatsbürgerschaft bekommt, wenn entweder die Mutter oder der eheliche Vater Österreicher ist.

Kombiniert man Geburtsland mit Staatsbürgerschaft, bekommt man auch noch Informationen über die Herkunft der Mütter, wobei ausländische Herkunft dann zutrifft, wenn entweder das Geburtsland und/oder die Staatsbürgerschaft Ausland ist. So wurden 2016 in der Steiermark 2.948 Kinder von Müttern mit ausländischer Herkunft geboren, genau ein Viertel, wobei die meisten dieser Mütter auch im Ausland geboren wurden. In Graz waren es genau 1.384 von 3.020 Kindern, also 45,8% von Müttern ausländischer Herkunft.  

 

Durchschnittliches Alter der Mutter

Das Externe Verknüpfung Durchschnittsalter der steirischen Mütter (berechnet als arithmetisches Mittel aller Geburten) hat sich gegenüber 2015 marginal erhöht und liegt nun bei 30,6 Jahren.

Das höchste Durchschnittsalter bei der Geburt 2016 wurde in Graz und Graz-Umgebung  mit je 31,2 Jahren registriert. Das niedrigste Durchschnittsalter findet man in den Bezirken Murtal und Bruck-Mürzzuschlag mit je 29,6 Jahren sowie in Voitsberg mit 29,7 Jahren.

Das durchschnittliche Erstgeburtsalter 2016 ist gegenüber 2015 mit 29,3 Jahren um mehr als 1 Monat gestiegen.

Im Vergleich dazu betrug das durchschnittliche Alter der Mütter in der Steiermark bei ihrer ersten Geburt im Jahr 1990 nur 25,9 Jahre.

 

Gesamtfruchtbarkeitsrate

Die Gesamtfruchtbarkeitsrate (GFR) gibt an, wie viele Kinder eine Frau (ausgehend von den aktuellen altersspezifischen Fertilitätsverhältnissen und ohne Berücksichtigung der Sterblichkeit) im Laufe ihres Lebens im Durchschnitt lebend zur Welt bringen wird. Die GFR stellt somit einen hypothetischen Wert dar, der - unter den oben genannten Prämissen - als Prognosewert für die letztliche Kinderzahl einer jetzt am Beginn ihres gebärfähigen Alters stehenden Frau verwendet werden kann.

In der Steiermark lag die Gesamtfruchtbarkeitsrate im Jahr 2016 bei 1,44 (2015: bei 1,45) Kindern pro Frau, das ist der zweithöchste Wert seit 1993. Das entspricht fast 3 Kinder je 2 Frauen, wobei allerdings rund jede vierte Frau bei Fortsetzung des derzeitigen Trends überhaupt keine Kinder mehr bekommen wird.

In der regionalen Betrachtung auf Bezirksebene wird aufgrund der geringen Fallzahlen und den damit einhergehenden starken jährlichen Zufallsschwankungen die Entwicklung der Externe Verknüpfung Gesamtfruchtbarkeitsrate in 5-Jahres-Durchschnitten ausgewiesen.

Demnach kommen lt. aktuellem Fünf-Jahresschnitt 2012 - 2016 besonders in Leoben (1,29) und Graz-Stadt (1,30), aber auch in Voitsberg (1,34) und Leibnitz (1,38) am wenigsten Kinder pro Frau zur Welt.

Die höchste Gesamtfruchtbarkeitsrate findet man hingegen insbesondere in den ländlichen oststeirischen Bezirken (allen voran Weiz mit 1,59, aber auch Hartberg-Fürstenfeld mit 1,51) und der westlichen Obersteiermark (Murau mit 1,54 und Murtal mit 1,48), wobei die Unterschiede tendenziell immer geringer werden.

Im Bundesländervergleich 2016 haben Vorarlberg (1,71), Oberösterreich (1,68), Niederösterreich (1,59) und Salzburg mit 1,57 die höchste Gesamtfruchtbarkeitsrate. Der Bundesschnitt liegt bei 1,53. Am geringsten ist die Gesamtfruchtbarkeitsrate im Burgenland mit 1,41, in der Steiermark mit 1,44 und in Wien mit 1,45. Unter dem Bundesschnitt von 1,53 liegen noch Kärnten mit 1,50 und Tirol mit 1,51.

 

Totgeborene

Im Jahr 2016 gab es in der Steiermark 33 Externe Verknüpfung Totgeburten das sind gleich viele wie im Vorjahr. Die meisten Totgeburten wurden im Bezirk Graz-Stadt mit 10 sowie in den Bezirken Graz-Umgebung mit 9 und der Südoststeiermark mit 5 verzeichnet.

Mit einer Externe Verknüpfung Totgeborenenrate von 2,9 Totgeborenen je 1.000 Lebendgeburten liegt die Steiermark im Jahr 2016 knapp unter dem Österreichschnitt von 3,3.

 

Geburtenbilanz

Die Geburtenbilanz errechnet sich aus der Differenz zwischen Lebendgeborenen und Sterbefällen.

Das Externe Verknüpfung Geburtendefizit ist durch die leicht gestiegene Geburtenzahl (+0,6%) sowie durch die deutlich gesunkenen Sterbefälle (-4,0%) im Jahr 2016 um 34,6% stark zurückgegangen und liegt nun bei -1.097 Personen, das ist so niedrig wie seit dem Jahr 2005 nicht mehr (das höchste gab es 2009).

Hinter Niederösterreich mit -1.537 hat die Steiermark das zweithöchste Geburtendefizit aller Bundesländer, knapp gefolgt von Kärnten mit -1.089 und dem Burgenland mit -910. Bundesweit gesehen gab es einen Geburtenüberschuss von 7.006 Personen. Positive Bilanzen konnten Wien mit 4.773, Oberösterreich mit 2.553, Tirol mit 1.749, Vorarlberg mit 1.401 und Salzburg mit 1.163 Personen verbuchen.

Das Externe Verknüpfung Geburtendefizit der Inländer beträgt 2016 in der Steiermark -2.731 Personen, und kann bereits seit geraumer Zeit bei Weitem nicht mehr vom sehr klaren Externe Verknüpfung Geburtenüberschuss bei den Ausländern (+1.634 Personen) ausgeglichen werden.

 

Bevölkerungsveränderung durch Geburten- und Wanderungsbilanz (1981 - 2011)

Die Externe Verknüpfung Bevölkerungsveränderung in einer Region setzt sich aus der Geburtenbilanz (Lebendgeborene minus Sterbefälle) und der Wanderungsbilanz (Zuwanderungen minus Abwanderungen) zusammen. Bezieht man diese Veränderungen noch auf die jeweilige Einwohnerzahl, so können die Bevölkerungsströme der einzelnen Regionen auf übersichtliche Weise miteinander verglichen werden.

 
  • socialbuttonssocialbuttons
    socialbuttons