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Geburten

Die Entwicklung der Geburtenzahlen in den steirischen Bezirken

Lebendgeborene insgesamt

Steiermark: Lebendgeburten 1981 - 2015 © Landesstatistik Steiermark
Steiermark: Lebendgeburten 1981 - 2015Steiermark: Lebendgeburten 1981 - 2015
© Landesstatistik Steiermark
 

Die Zahl der Externe Verknüpfung Geburten stieg im Jahr 2015 um beträchtliche 7% oder in absoluten Zahlen um 727 Kinder gegenüber 2014 und befindet sich mit nunmehr 11.143 auf dem höchsten Stand seit 1998.

2015 verzeichneten 2 der 13 steirischen Bezirke gegenüber 2014 ein Minus bei der Zahl der Lebendgeborenen, wobei Hartberg-Fürstenfeld den größten Rückgang (-8,4%) hatte, gefolgt von Weiz mit -1,6%. Ein Jahr davor hatte Hartberg-Fürstenfeld das größte Plus mit 7,5%, was deutlich macht, dass es jährlich zu größeren Zufallsschwankungen kommen kann. Am besten schnitten 2015 im Vergleich zu 2014 Leoben mit +30,6%, Deutschlandsberg mit +21,4% und Murau mit +18,1% ab. In der Landeshauptstadt Graz gab es 2015 ein Plus von 12,3%.

Österreichweit kamen im Jahr 2015 84.381 Babys zur Welt. Das waren um 2.659 (+3,3%) mehr als im Jahr 2014. Alle neun Bundesländer konnten eine Zunahme bei den Geburten verzeichnen. Die höchsten prozentuellen Zunahmen hatten Vorarlberg mit +7,2% und die Steiermark mit +7,0%.

 

Geburtenrate

Die Externe Verknüpfung Geburtenziffer (= Lebendgeborene je 1.000 Einwohner) beträgt in der Steiermark 2015 9,1 und ist damit im Vergleich zu 2014 (8,6) deutlich gestiegen.

Landesweit kommen 2015 im obersteirischen Industriebezirk Leoben sowie im Bezirk Voitsberg, bezogen auf die Wohnbevölkerung, am wenigsten Kinder zur Welt (7,6 je 1.000 Einwohner), wogegen in den Bezirken Graz-Stadt mit 10,9, Weiz mit 9,6 und Graz-Umgebung mit 9,0 auf 1.000 Einwohner am meisten Geburten registriert werden.

Die Steiermark liegt weiterhin deutlich unter dem Österreichschnitt von 9,8 Lebendgeborenen je 1.000 Einwohner. Die höchsten Geburtenraten verzeichneten Wien mit 11 vor Vorarlberg mit 10,7, Tirol mit 10,3, Oberösterreich und Salzburg mit je 10,1. Unter dem Österreichschnitt befinden sich neben der Steiermark noch Niederösterreich mit 8,9, Kärnten mit 8,3 und das Burgenland mit 7,8.

 

Unehelich Lebendgeborene

Steiermarkweit ist im Jahr 2015 ein deutlicher Anstieg sowohl bei den ehelich Lebendgeborenen  (+9,1% bzw. +469) als auch bei den Externe Verknüpfung unehelich Lebendgeborenen (+4,9% bzw. +258) festzustellen.

Der stärkere Anstieg der ehelich Lebendgeborenen hat die Externe Verknüpfung Unehelichenquote (= Anteil der unehelich Lebendgeborenen an den Lebendgeborenen insgesamt) auf 49,6% reduziert. Sie liegt nun unter dem Rekordniveau des Vorjahres (50,6%). Dennoch ist weiterhin nahezu jede zweite Geburt in der Steiermark unehelich.

Mit dieser Quote liegt die Steiermark in der Bundesländerreihung nach wie vor hinter Kärnten (53%) an zweiter Stelle mit deutlichem Abstand zu Tirol (46,1%), Salzburg und Oberösterreich (je 44,1%) sowie Burgenland (42%). Die geringste Unehelichenquote wies wie schon seit 2006 Wien mit einem Anteil von 34,8% auf. Unter dem Österreichschnitt (42,1%) liegen zusätzlich Niederösterreich (38,9%) und Vorarlberg (38,5%).

Regional gesehen lag im Jahr 2015 in 10 der 13 steirischen Bezirke die Unehelichenquote über 50%, wobei die höchsten Werte in den Bezirken Murau (65,7%, wieder Platz 1 bundesweit!), Voitsberg (59,4%), Leibnitz (57,6%) Hartberg-Fürstenfeld (55,5%) und Deutschlandsberg (55,1%) zu finden waren. Mit Abstand am geringsten war der Anteil der unehelich geborenen Kinder wieder in Graz-Stadt mit 39,6%, das aufgrund der hohen Zahl an Ausländergeburten als einziger steirischer Bezirk unter dem Bundeswert liegt.

Steiermarkweit stammten 2015 drei von fünf (60,5%) Erstgeborenen von Eltern ohne Trauschein. Bei den Zweitgeborenen sind es 42,8%, bei den Drittgeborenen 28,7%, bei den Viertgeborenen 23,4% und bei den Fünft- und Mehrgeborenen 21,1%.

In den meisten Bezirken bis auf Graz-Stadt (49,2%) wurden ganz grob zwei von drei Erstgeborenen unehelich geboren, wobei hier 2015 der Bezirk Murau mit 79,2% ebenfalls an der Spitze liegt.

Auffallend ist, dass die Unehelichenrate in der nicht-österreichischen Wohnbevölkerung (22,9%; bezogen auf die Staatsangehörigkeit der Mutter) bei den Lebendgeborenen deutlich geringer ist als bei den Österreicherinnen mit 56,7%.

 

 

Lebendgeborene Nicht-Österreicher

Absolut gesehen hat die Zahl der lebendgeborenen Kinder mit Externe Verknüpfung nicht-österreichischer Staatsangehörigkeit einen neuen Rekordwert erreicht. Mit 1.761 Ausländergeburten (= ausländische Staatsangehörigkeit des Kindes, also genau dann, wenn weder Mutter noch ehelicher Vater Österreicher sind) stiegen diese im Vergleich zum Vorjahr um 291 bzw. um +16,5%.

Der Externe Verknüpfung Anteil der nichtösterreichischen Lebendgeborenen an den gesamten Lebendgeborenen stieg von 14,1% (2014) auf 15,8% und hat damit ebenfalls einen neuen historischen Höchststand erreicht. Der Anteil liegt damit auch deutlich über dem Bevölkerungsanteil der ausländischen Wohnbevölkerung von 9,6% (1.1.2016).

Die Zahl der Geburten von ausländischen Müttern betrug 2015 genau 2.328 (2014: 2.029), das sind 20,9% aller Geburten, wobei ein Kind genau dann die österreichische Staatsbürgerschaft bekommt, wenn entweder die Mutter oder der eheliche Vater Österreicher ist.

Kombiniert man Geburtsland mit Staatsbürgerschaft, bekommt man auch noch Informationen über die Herkunft der Mütter, wobei ausländische Herkunft dann zutrifft, wenn entweder das Geburtsland und/oder die Staatsbürgerschaft Ausland ist. So wurden 2015 in der Steiermark genau 2.758 Kinder von Müttern mit ausländischer Herkunft geboren, fast ein Viertel, wobei die meisten dieser Mütter auch im Ausland geboren wurden. In Graz waren es genau 1.343 von 3.028 Kindern, also 44,4% von Müttern ausländischer Herkunft.  

 

Durchschnittliches Alter der Mutter

Das Externe Verknüpfung Durchschnittsalter der steirischen Mütter (berechnet als arithmetisches Mittel aller Geburten) hat sich gegenüber 2014 marginal erhöht und liegt nun bei 30,5 Jahren.

Das höchste Durchschnittsalter bei der Geburt 2015 wurde mit 31,3 Jahren in Graz-Umgebung und mit 31,2 Jahren in Graz-Stadt registriert. Das niedrigste Durchschnittsalter findet man in den Bezirken Murtal mit 29,3 Jahren sowie in Voitsberg und Leibnitz mit je 29,7 Jahren.

Das durchschnittliche Erstgeburtsalter 2015 ist gegenüber 2014 mit 29,2 Jahren um mehr als 4 Monate gestiegen.

Im Vergleich dazu betrug das durchschnittliche Alter der Mütter in der Steiermark bei ihrer ersten Geburt im Jahr 1990 nur 25,9 Jahre.

 

Gesamtfruchtbarkeitsrate

Die Gesamtfruchtbarkeitsrate (GFR) gibt an, wie viele Kinder eine Frau (ausgehend von den aktuellen altersspezifischen Fertilitätsverhältnissen und ohne Berücksichtigung der Sterblichkeit) im Laufe ihres Lebens im Durchschnitt lebend zur Welt bringen wird. Die GFR stellt somit einen hypothetischen Wert dar, der - unter den oben genannten Prämissen - als Prognosewert für die letztliche Kinderzahl einer jetzt am Beginn ihres gebärfähigen Alters stehenden Frau verwendet werden kann.

In der Steiermark lag die Gesamtfruchtbarkeitsrate im Jahr 2015 bei 1,45 (2014: bei 1,36) Kindern pro Frau, das ist der höchste Wert seit 1993. Das entspricht fast 3 Kinder je 2 Frauen, wobei allerdings fast jede dritte Frau bei Fortsetzung des derzeitigen Trends überhaupt keine Kinder mehr bekommen wird.

In der regionalen Betrachtung auf Bezirksebene wird aufgrund der geringen Fallzahlen und den damit einhergehenden starken jährlichen Zufallsschwankungen die Entwicklung der Externe Verknüpfung Gesamtfruchtbarkeitsrate in 5-Jahres-Durchschnitten ausgewiesen.

Demnach kommen lt. aktuellem Fünf-Jahresschnitt 2011 - 2015 besonders in Leoben und Graz-Stadt mit je 1,27, aber auch in Voitsberg (1,35) und Leibnitz (1,37) am wenigsten Kinder pro Frau zur Welt.

Die höchste Gesamtfruchtbarkeitsrate findet man hingegen insbesondere in den ländlichen oststeirischen Bezirken (allen voran Weiz mit 1,60, aber auch Hartberg-Fürstenfeld mit 1,49) und der westlichen Obersteiermark (Murau mit 1,51 und Murtal mit 1,46), wobei die Unterschiede tendenziell immer geringer werden.

Im Bundesländervergleich haben Vorarlberg (1,64), Oberösterreich (1,61), Salzburg (1,55) und Niederösterreich sowie Tirol mit je 1,53 die höchste Gesamtfruchtbarkeitsrate. Die Steiermark ist 2015 mit 1,45 Kindern pro Frau auf dem sechsten Platz anzutreffen. Am geringsten ist die Gesamtfruchtbarkeitsrate im Burgenland mit 1,37, in Wien mit 1,42 und Kärnten mit 1,44. Der Bundesschnitt liegt bei 1,49.

 

Totgeborene

Im Jahr 2015 gab es in der Steiermark 33 Externe Verknüpfung Totgeburten, um 8 weniger als im Vorjahr. Die meisten Totgeburten wurden im Bezirk Graz-Stadt mit 8 sowie in den Bezirken Liezen und Hartberg-Fürstenfeld mit je 5 verzeichnet.

Mit einer Externe Verknüpfung Totgeborenenrate von 3,2 Totgeborenen je 1.000 Lebendgeburten liegt die Steiermark im Jahr 2015 knapp unter dem Österreichschnitt von 3,3.

 

Geburtenbilanz

Die Geburtenbilanz errechnet sich aus der Differenz zwischen Lebendgeborenen und Sterbefällen.

Das Externe Verknüpfung Geburtendefizit hat sich trotz stark gestiegener Geburtenzahl (+7%) durch die noch deutlicher gestiegenen Sterbefälle (+8%) im Jahr 2015 um 15,6% erhöht und liegt nun bei -1.678 Personen, das ist das zweithöchste Geburtendefizit seit 1945 (das höchste gab es 2009).

Hinter Niederösterreich mit -1.941 hat die Steiermark das zweithöchste Geburtendefizit aller Bundesländer, gefolgt von Kärnten mit -1.038 und dem Burgenland mit -1.008. Bundesweit gesehen gab es einen Geburtenüberschuss von 3.470 Personen. Positive Bilanzen konnten Wien mit 3.246, Oberösterreich mit 1.816, Tirol mit 1.442, Vorarlberg mit 1.275 und Salzburg mit 1.129 Personen verbuchen.

Das Externe Verknüpfung Geburtendefizit der Inländer beträgt 2015 in der Steiermark -3.129 Personen, und kann bereits seit geraumer Zeit bei Weitem nicht mehr vom sehr klaren Externe Verknüpfung Geburtenüberschuss bei den Ausländern (+1.451 Personen) ausgeglichen werden.

 

Bevölkerungsveränderung durch Geburten- und Wanderungsbilanz (1981 - 2011)

Die Externe Verknüpfung Bevölkerungsveränderung in einer Region setzt sich aus der Geburtenbilanz (Lebendgeborene minus Sterbefälle) und der Wanderungsbilanz (Zuwanderungen minus Abwanderungen) zusammen. Bezieht man diese Veränderungen noch auf die jeweilige Einwohnerzahl, so können die Bevölkerungsströme der einzelnen Regionen auf übersichtliche Weise miteinander verglichen werden.

 
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