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Eheschließungen

Die Entwicklung der Eheschließungen in den steirischen Bezirken

Eheschließungen absolut

Steiermark: Eheschließungen 1981 - 2015 © Landesstatistik Steiermark
Steiermark: Eheschließungen 1981 - 2015Steiermark: Eheschließungen 1981 - 2015
© Landesstatistik Steiermark
 

 

Mit 6.150 Externe Verknüpfung Eheschließungen wurden im Jahr 2015 in der Steiermark um 18,5% bzw. 960 mehr registriert als 2014. Hauptgrund für diesen hohen Zuwachs ist allerdings die erstmalige Erfassung der im Ausland geschlossenen Ehen von Personen mit Wohnsitz in der Steiermark (genau 367, möglich durch die im November 2014 erfolgte Umstellung der Erfassung auf das Zentrale Personenstandsregister ZPR) sowie die Heranziehung des Wohnsitzes der Frau (in der Steiermark), falls der Wohnsitz des Mannes im Ausland liegt.

Österreichweit gab es mit 44.502 Eheschließungen ebenfalls ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahr von 7.044 oder +18,8%.

2015 war es im sechsten Jahr möglich, bei den Bezirkshauptmannschaften gleichgeschlechtliche Partnerschaften eintragen zu lassen, wovon in der Steiermark 64 Paare (4 davon im Ausland) - davon 29 in Graz - Gebrauch machten, darunter 24 männliche und 40 weibliche Paare. 2010 gab es 74 Paare, 2011 und 2012 je 46, 2013 genau 35 und 2014 51.

In Österreich insgesamt waren es 2015 genau 423 eingetragene Partnerschaften, davon der Großteil in Wien (167). 2010 waren es 705 Paare, 2011 433, 2012, 2013 368 und 2014 402. 

 

Eheschließungsrate

Die Externe Verknüpfung Eheschließungsrate (= Zahl der Eheschließungen je 1.000 Einwohner) 2015 ist in der Steiermark mit 5 Eheschließungen je 1.000 Einwohner wieder stark gestiegen und war zuletzt 1997 höher.

Das höchste Eheschließungsaufkommen des Jahres 2015 bezogen auf die Bevölkerungszahl hatte, wie zumeist in den letzten Jahren, Graz-Stadt mit 5,4 (gemeinsam mit Weiz). Dahinter rangiert Graz-Umgebung mit 5,3 Ehen auf 1.000 Einwohner.

Die geringste Eheschließungshäufigkeit verzeichnete im Jahr 2015 der Bezirk Leoben mit nur 4,3 Ehen je 1.000 Einwohner, gefolgt von der Südoststeiermark mit 4,4, woraus (trotz jährlicher Schwankungen) recht deutlich wird, dass im ländlichen Bereich inzwischen deutlich weniger geheiratet wird als in den Städten, was auch bundesweit mit der vergleichsweise hohen Rate in Wien zusammenpasst.

Die Steiermark liegt mit 5 Ehen je 1.000 Einwohner knapp unter dem Österreichschnitt von 5,2. Unter den österreichischen Bundesländern wies im Jahr 2015 Vorarlberg mit 5,9 die höchste Eheschließungsrate auf, den niedrigsten Wert verzeichnete das Burgenland mit 4,3.

 

Erstehen

Insgesamt wurden im Jahr 2015 in der Steiermark 4.315 Externe Verknüpfung Erstehen (das sind Eheschließungen, bei denen beide Eheleute vor der Eheschließung noch ledig waren) geschlossen, das sind um 661 (+18,1%) Trauungen mehr als im Vorjahr.

Der Externe Verknüpfung Anteil der Erstehen an den gesamten Eheschließungen in der Steiermark beträgt im Jahr 2015 70,2%, das sind um 0,2 Prozentpunkte weniger als ein Jahr zuvor.

Generell hohe Anteile von Erstehen an der Gesamtzahl der Eheschließungen haben traditionell die Bezirke mit einer überwiegend agrarischen Struktur wie Murau mit 82,6%, Hartberg-Fürstenfeld mit 79,5%, Weiz mit 77,4% sowie die Südoststeiermark mit 73,6%. Ein Grund dafür sind auch die in diesen Regionen relativ geringen Scheidungsraten. Besonders viele Wiederverehelichungen von jeweils mehr als einem Drittel verzeichnen die Bezirk Murtal, Leoben, Bruck-Mürzzuschlag und Graz-Umgebung. Diese Bezirke sind auch von einer hohen Scheidungsrate betroffen.

Konkret wird unter Beibehaltung der derzeitigen altersspezifischen Erstheiratshäufigkeiten (2015) weiterhin nur etwas mehr als die Hälfte der steirischen Frauen und Männer jemals heiraten.

 

 

Mittleres Erstheiratsalter

Das mittlere Erstheiratsalter (mittleres Alter der ledigen Brautleute) liegt naturgemäß etwas niedriger, hat sich im Jahr 2015 nach fast kontinuierlichen Anstiegen in den vergangenen Jahren gegenüber 2014 bei den Externe Verknüpfung Männern wieder erhöht und liegt nun bei 33,4 Jahren (2014 32,9). Bei den Externe Verknüpfung Frauen hat sich das mittlere Erstheiratsalter ebenfalls erhöht und liegt nun bei 30,9 Jahren (2014 30,6).

Im Vergleich dazu betrug das mittlere Erstheiratsalter Anfang der 90er Jahre bei den Männern noch 27 Jahre und bei den Frauen 24,7 Jahre.

 

Mittlere Altersdifferenz

Die Externe Verknüpfung mittlere Altersdifferenz der ledigen Brautleute ist 2015 gegenüber 2014 wieder gestiegen und liegt nun bei 2,6 Jahren. Den höchsten Altersunterschied zwischen lediger Braut und ledigem Bräutigam gab es in Südoststeiermark, Murau und Deutschlandsberg mit 3,7 bis 3,4 Jahren, den geringsten in Graz-Stadt mit 1,9 Jahren.

 
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